World Conference Center Bonn: "Licht am Ende des Tunnels"
ib – Das Ziel ist definiert: Im Sommer 2013 soll die erste UNO-Konferenz im World Conference Center Bonn stattfinden. Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und die drei Vorsitzenden des Unterausschusses Konferenzzentrum zeigten sich bei einer gemeinsamen Pressekonferenz zuversichtlich, dies auch zu erreichen. Vorsitzender Peter Finger, sein erster Stellvertreter Dr. Helmut Redeker, und sein zweiter Stellvertreter, Dr. Klaus-Peter Gilles, waren sich einig, dass jetzt eine schwierige Situation gemeinsam erfolgreich bewältigt worden sei. Die drei Politiker dankten ebenso wie OB Nimptsch Rechtsanwalt Johannes Gather und Bonns Rechtsdezernent Rüdiger Wagner für die erfolgreichen Verhandlungen.
Noch am 30. September waren die Heimfallvereinbarung mit dem Insolvenzverwalter und der Forderungskaufvertrag mit der Sparkasse Köln-Bonn vorbehaltlich der Genehmigung durch die jeweiligen Gremien unterzeichnet worden. Die Stadt Bonn hat damit die Aussicht, bald wieder Eigentümer des fast fertigen Konferenzzentrums zu werden und es zu Ende bauen zu können.
Drei Bereiche seien zu lösen gewesen, sagte Gather: Die Heimfallvereinbarung, bei deren 77. Version man schließlich einig geworden sei; der Forderungskaufvertrag, bei dem es zum Schluss vor allem darum ging sicherzustellen, dass der Kaufpreis den beihilferechtlichen Bestimmungen der EU entspricht; die Klage gegen die Firma Arazim, die einer Löschung der nachrangigen Grundschuld zustimmen muss.
Finger freute sich, "endlich Licht am Ende des Tunnels zu sehen". Es sei ein erfolgreicher Weg beschritten worden. Redeker unterstrich, dass es im Interesse aller ist, die Beschlüsse des Rates vom Juli nun in Verträge gegossen zu haben. Gilles sah die Beteiligten "am Ende einer langen, schwierigen Phase". Man habe einen Marathonlauf vor sich gesehen, der sich zu einem Hürdenlauf mit Langstreckencharakter entwickelt hätte. Der Sprint der letzten Monate habe nun auf die Zielgerade geführt. "Wir müssen die verbleibende Zeit optimal nutzen, und ich bin frohen Mutes: das bekommen wir hin."
Als nächster Schritt folgt nun ein Blick in die beim Insolvenzverwalter liegenden Pläne, um so ein Bild von dem zu gewinnen, was bereits gebaut wurde. Der Weiterbau selbst wird dann europaweit ausgeschrieben.
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